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Der SFB 670 - Zell-autonome Immunität

Kurzbeschreibung

Die schnelle und zuverlässige Erkennung von mikrobiellen Pathogenen und Ausbildung einer effektiven Immunantwort ist für die Erhaltung der Integrität eines Organismus essenziell. Die zell-autonome Immunantwort bei Pflanzen und Tieren wird durch sogenannte "Pattern Recognition" Rezeptoren (PRR) ausgelöst, die sowohl zwischen "Selbst" und "Fremd" unterscheiden als auch die durch mikrobielle Infektionserreger verursachten Zellschädigungen erkennen können.

Bei Pflanzen wie auch im Säugetierorganismus kann grundsätzlich jeder Zelltyp - auch Nicht-Immunzellen - infiziert werden und benötigt ein eigenständiges Abwehrsystem. Dieses zell-autonome Immunsystem umfasst Erkennungsstrukturen (PRRs) für mikrobielle Infektionserreger und Effektorleistungen, die zur Eliminierung der Erreger führen (können). Mit der zell-autonomen Abwehr widmet sich der SFB 670 einem wichtigen, bisher nur ungenügend beachteten Teilaspekt des angeborenen Immunsystems.

Aufbauend auf den Erkenntnissen der ersten Förderperiode (von Juli 2006 bis Juni 2010) beschäftigt sich der SFB 670 in der zweiten Förderperiode (von Juli 2010 bis Juni 2014) mit zentralen Fragestellungen der zelltyp-spezifischen autonomen Immunität. Dazu gehören Themen wie Autophagie, Bindungsspezifität von zytosolischen Rezeptoren für virale DNA und RNA, PRR-vermittelte Signaltransduktion in Pflanzen, zelluläre Stressantworten und Sauerstoffradikale als Gefahrensignale und schließlich mikroRNAs als Regulatoren wichtiger zell-autonomer Abwehrleistungen.

Der interdisziplinäre Rahmen des SFB 670 lässt einen relevanten Erkenntnisgewinn erwarten, der die weitere Erforschung des angeborenen Immunsystems wegweisend bestimmen könnte.
 

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